Förderer
News
Vom Wasser das Beste ....
06.07.20106.7.2010 Markus Rhau ist in der Welt des Wassers zuhause. Der Marketingclub war bei FRANKEN BRUNNEN zu Besuch.
Wasser: Prickelnd, erfrischend, gesund und unverzichtbar! Damit ist alles gesagt ? Mitnichten. Der Marketingclub Nürnberg war gestern vor Ort in Neustadt Aisch und tauchte für zwei Stunden in die "Welt des Wassers" ein.
Markus Rhau, Marketingleiter bei Franken Brunnen gewährte spannende Einblicke in die Marketingstrategie des über 75 Jahre alten Traditionsunternehmens. Mit rund einer Milliarde Füllungen pro Jahr ist Franken Brunnen mit 17% Marktanteil die Nummer eins in Bayern und steht bundesweit an vierter Stelle.
Rhau stellt die Marken- und Sortenvielfalt des Hauses vor. Auch Marken wie Residenz-Quelle, Almdudler und Cascada gehören u.a. zur Firmengruppe. In acht Werken werden jährlich ca. 637 Mio. Liter abgefüllt. Der stets steigende Vertrieb von Getränken über Discounter stellt das Unternehmen vor die größte Herausforderung. Marktforschungsdaten liefern eine wichtige Grundlage für die Kommunikationsstrategie. Dabei setzt das Unternehmen auf die QSV-Formel: Qualität + Sicherheit = Vertrauen. Den Discount-Anbietern setzt das Unternehmen ein starkes Mehr-Marken-Programm und mit Vollsortiment und allen marktrelevanten Gebinden für alle Generationen entgegen. Auf den (roten) Punkt gebracht bedeutet dies: Vom Wasser das Beste - für dich und deine Familie.
Wer den Marketingclub kennt, der schätzt ganz besonders den Reiz jeder "Vor-Ort-Veranstaltung". Es gibt nicht nur interessante Daten, Fakten und Diskussionen, sondern stets auch eine große Portion "Praxis". In diesem Fall: Praxis in Flaschen. Eine Besichtigung des Abfüllbetriebs. Vom Flaschen-Rohling bis zur gefüllten Kiste verfolgen wir den Weg des Wassers. In beeindruckenden Bahnen schlängeln sich neue wie gebrauchte, leere wie gefüllte, Glas- und Plastikflaschen wie von Geisterhand durch die riesigen Hallen. Vier Abfüllanlagen produzieren täglich rund 1,8 Mio Flaschen Wasser und alkoholfreie Süßgetränke. PET-Einwegflaschen werden selbst produziert, Mehrwegflaschen zugekauft. Vor der Befüllung durchlaufen die Mehrwegflaschen eine Sortier- und Reinigungsanlage. Defekte Flasche oder Flaschen, die mit andern Inhalten gefüllt waren, werden automatisch aussortiert. Ständige Qualitätskontrollen in der laufenden Produktion sichern die Qualität der Ware. Erst nach 3 Tagen, wenn die Laborergebnisse vorliegen, darf das abgefüllte Getränk das Haus verlassen.
Das Wasser kommt aus der nahe gelegenen Hochsteinquelle und wird dort aus ca. 20-30 Meter Tiefe zu Tage gefördert. Mineralwasser wird im Gegensatz zu Tafelwasser inhaltlich unverändert abgefüllt.
Und last but not least. Am Ende der rundum gelungenen Veranstaltung weiß jeder Teilnehmer jetzt die Hintergründe für die heimischen Alltags-Grundsätze: Fülle keine anderen Flüssigkeiten oder Süßgetränke in Wasserflaschen. Mach den Stöpsel auf die leere Flasche. Mische für die Rückgabe im Kasten keine unterschiedlichen Flaschen. Wer dabei war, kann dies jetzt umso besser verstehen ! (Birgit Hoffmann)
„Wir bieten Lifestyle-Welten“ – Ralf Pütmann über die neue Retail Brand Strategie von Galeria Kaufhof
19.05.2010
Die Zukunft der deutschen Warenhäuser wurde in der Presse im letzten Jahr heftig diskutiert. Veröden die Innenstädte? Liegt die Zukunft nicht viel eher bei Fachmärkten? Solche Fragen geisterten durch so gut wie jede deutsche Zeitung. Die Warenhauskette Galeria Kaufhof zeigt sich von diesen Debatten unbeeindruckt und hat sich stattdessen selbst zu einer angesehenen Marke entwickelt, um so selbst in der Wirtschaftskrise Kunden zu begeistern und sie in Strömen in die Warenhäuser zu locken. Wie das funktioniert, erklärte den Mitgliedern des Marketing-Club Nürnberg gestern Ralf Pütmann, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Galeria Kaufhof im Marmorsaal/Presseclub Nürnberger Akademie.
„Unsere Zielgruppe entscheidet auf Basis eines nachvollziehbaren Mehrwertes: es geht nicht um billig, sondern um echten „value-for-money“ ansprechender Sortimente im Mittelpunkt eines gelungenen Shopping-Erlebnisses. Wir haben deshalb vor Jahren beschlossen, uns aus Rabatt- und Discountsschlachten konsequent zu verabschieden.“ Dies sei in einer spannenden Neuausrichtung beeindruckend erfolgreich gelungen. Was schlussendlich zähle, sei der erlebbare Kundennutzen und ein überzeugendes Geschäftsergebnis, so Pütmann. Dem Wettbewerbsdruck will Galeria Kaufhof vor allem mit einer starken Retail Brand und einer ganzheitlich kundenzentrierten Markenführung begegnen. „Überall dort, wo der Kunde mit der Marke Galeria Kaufhof Kontakt hat, soll er ein überzeugendes Markenerlebnis haben“, so der Referent.
Das Unternehmen habe sich in den letzten Jahren vom Generalisten zum Multispezialisten entwickelt, so Pütmann. Dazu gehöre vor allem eine klare Zielgruppen-Schwerpunktsetzung. Galeria Kaufhof orientiert sich hier an der sogenannten „profilierten Mitte“, mehrheitlich weibliche Kunden im Alter ab „gefühlten“ 35 Jahren und mit einer Familie im Hintergrund. Für diese Zielgruppe wurden vier zentral wichtige Profilierungsfelder ermittelt, die aus Sicht der Kernzielgruppe besonders prägend sind. Das sind erstens Geschmack und Stilsicherheit, zweitens Mehrwert und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, drittens Aktualität und Attraktivität der angebotenen Produkte und viertens eine einzigartige Einkaufsatmosphäre mit Convenience.
Dieser Retail-Brand-Anspruch wird von Galeria Kaufhof unter der Mission „Wir bieten Lifestyle-Welten“ auf alle 113 Filialen und damit gleichzeitig auf 113 verschiedene Marktsituationen übertragen. Die Konzentration auf eine bestimmte Zielgruppe hat sich dabei gerade in der Wirtschaftskrise bewährt, da genau jene „profilierte Mitte“ in den letzten Jahren am wenigsten den persönlichen Konsum eingeschränkt hat. Daneben hat die Warenhauskette auch die Anzahl der Exklusivmarken drastisch reduziert. Von den ursprünglich 58 Marken sind lediglich 24 geblieben, darunter etwa Fabiani oder Redwood. Um die Einkaufsatmosphäre noch angenehmer zu gestalten wurde außerdem die Lesbarkeit des Sortimentes verbessert, z.B. über eine reduzierte Warendichte pro Quadratmeter und besseren Empfehlungscharakter. „Kundenzentriert, trend- und lifestyle-sensibel, schlank, schnell und permanent lernend“, umschrieb Pütmann abschließend den nachhaltigen Veränderungsprozess bei Galeria Kaufhof und entließ die Mitglieder des Marketing-Club Nürnberg so mit vielen neuen Anregungen in den Abend.
Mit erstklassiger Markenführung in die erste Bundesliga – der erste Fußball-Frühschoppen des Marketing-Club Nürnberg
04.05.2010Kaum ein deutscher Fußballverein hat in jüngster Zeit Schicksalsschläge erfahren wie der FC St. Pauli – dennoch hat es der Verein nachhaltig geschafft, sich sportlich wie finanziell zu erholen. Am Sonntag, den 2. Mai 2010, diskutierten die Mitglieder des Marketing-Club Nürnberg im Bahnhof Dutzendteich die Marketingstrategien eines deutschen Kultvereins.
Als kompetente Gesprächspartner waren Dr. Bernd-Georg Spies, Vizepräsident des FC St. Pauli und der kaufmännische Geschäftsführer des Vereins Michael Meeske zu Gast. Besprochen wurde unter anderem die Frage, wie es einem Fußballverein gelingen kann, zur Kultmarke zu werden. Beinahe legendär ist etwa der Verkauf von über 140.000 „Retter“-T-Shirts, die das Wappen des Vereins trugen, wodurch der FC St. Pauli einen Nettoerlös von rund 900.000 erwirtschaften konnte. Durch diese und andere Maßnahmen konnten Fans und Verein innerhalb von wenigen Monaten die benötigten 1,95 Millionen Euro auftreiben um den doppelten Abstieg innerhalb einer Saison in die Oberliga abzuwenden.
Bemerkenswert ist auch die Bekanntheit des Vereins. So ermittelte eine Studie des Sportvermarkters UFA deutschlandweit rund elf Millionen Fans des FC St. Pauli und in der Saison 2003/2004 hatte der Verein als Regionalligist mit rund 17.000 Zuschauern einen höheren Besucherdurchschnitt als jeder Verein, der seinerzeit in der zweiten Liga spielte und diverse Erstligisten. Weiterhin diskutierten die Mitglieder des Marketing-Club, was geeignete professionelle Organisationsformen für einen Fußballverein sind, wie am besten die Balance zwischen den Interessen von Fans und Förderern hergestellt werden kann und mit welchen Herausforderungen sich der Verein nun nach seinem Aufstieg in die erste Bundesliga konfrontiert sieht.
Während die Verantwortlichen des FC St. Pauli mit der Freude über den gelungenen Aufstieg in die höchste Liga des deutschen Fußballs die Heimreise antreten konnten, erlaubte das erste Fußball-Frühshoppen des Marketing-Club Nürnberg den Mitgliedern interessante Einblicke in das Management eines professionellen Fußball-Vereins.
Seite | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6



