19.09.2017

Wahlkampfmarketing

CSU – SPD – Bündnis 90/Die Grünen – FDP

Schwarz, Rot, Grün, Gelb – in diesen Parteien-Farben war der ansonsten stets „blau eingetauchte“ Marmorsaal am Abend des 19. September 2017 illustriert und plakatiert. Diese bunte Mischung bestimmte nicht nur die inhaltlichen Diskussionen zwischen den Parteien und Marketing Club Mitgliedern, sondern zeigte sich später auch am Buffet mit den farblich abgestimmten Canapés.

Engagiert wurde im Marmorsaal diskutiert und durch Jörg Meister von der Kommunikationsagentur Schultze.Walther.Zahel moderiert, was auf den Plakaten stehen muss, um die Chancen für einen Wahlerfolg zu erhöhen: informativer Text, markige Sprüche, oder doch nur ein Bild des Spitzenkandidaten?

Ein Patentrezept gibt es nicht - jeder Weg hat seine Berechtigung. Dies hat die Diskussion über die beste Kommunikationsstrategie ganz klar gezeigt. Vielmehr ist es doch die Leidenschaft, die die Politiker mitbringen - und da mangelte es zum Glück bei keinem der Kandidaten von CSU / Michael Freiser, SPD / Thorsten Brehm, FDP / Katja Hessel, und Marc Decker / Bündnis 90/Die Grünen.

Die Vertreter der Parteien schlugen sich tapfer und hatten viel Spaß in der Diskussion und an den  Fragen aus dem Teilnehmerkreis. Den professionellen Anmerkungen und Einwänden in puncto Qualität der Wahlkommunikation, respektive der Wahlplakat-kommunikation im Besonderen, wurde durch die Kandidaten durchaus elegant und gut begründet begegnet. Nicht zu leugnende Defizite wurden sportlich hingenommen. Der Wille, die Dinge zukünftig professioneller und weniger „hands on“ anzugehen, wurde deutlich. Die Knappheit der Ressourcen und ein Mangel an entsprechendem Profipersonal in den Parteien, mag den Weg aber doch beschwerlich werden lassen.

Der Abend im MCN zeigte sich wieder einmal äußerst kreativ, offen und unterhaltsam, denn Politiker-Interviews gibt es allerorten - eine profunde Diskussion mit Schlagabtausch zur Qualität von Wahlkampfkommunikation aber ist eher Neuland. Authentische Aussagen der Spitzen-Politiker, die allseitig mit Freude und Anerkennung registriert wurden, belegen die Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit, Wahlkampfkommunikation bereits vor ihrem Einsatz professioneller auf den Prüfstand zu stellen.