23.07.2018

Knoblauchsland eG

Sommerabschluß mit "jungem Gemüse"

gesunde Ernährung und Regionalität liegen im Trend und das ist besonders aus Nürnberger Verbrauchersicht ein Plus, da wir das „Knoblauchsland“ direkt vor der Tür haben. Das spart lange Anfahrtswege und das Gemüse kommt pflückfrisch auf den Tisch. Davon konnten sich mehr als 80 Mitglieder des MCN überzeugen, die der Einladung zum „jungen Gemüse“ in die Gewächshäuser der Familie Höfler in Schnepfenreuth gefolgt waren.

Ein Familienbetrieb mit 250 jähriger Tradition, 1965 wurden die ersten Gewächshäuser erreichtet. 2011 wurde die Höfler Gemüse GbR gegründet von Peter sen. und Elisabeth Höfler sowie den drei Söhnen Thomas, Peter jun. und Simon. Allein sieben Gärtnermeister und 28 Mitarbeiter, neben 60-80 Saisonarbeitskräften stemmen den fränkischen Vorzeigebetrieb.

Unser Rundgang mit Peter und Simon Höfler begann durch die Gewächshäuser, deren Logistik begeistert: Über 7 Hektar Glashausfläche und 34 Hektar Freiland wird bewirtschaftet. Die gesamte Fläche ist bewässerbar durch vier eigene Brunnen und dem Wasserverband Knoblauchsland.

Frische schmecken

Das große Staunen in den 6,5 Meter hohen Gewächshäusern begann mit den 6 m hoch gewachsenen Spitz-Paprikas und Peperonis, die von Anfang April bis Mitte November geerntet und durchkultiviert werden. Verschiedene Gurkensorten, vor allem die leckeren Minigurken, haben manchen Besucher zum Probieren verleitet. Geerntet wird alles in Handarbeit.

Und weiter ging´s zu den wunderschönen Tomaten: Ja, wir wissen jetzt, dass Tomaten traumhaft aussehen, wenn Sie an bis zu 13 m langen Pflanzen mit vollen Rispen hochrot zum ernten einladen. Das Sortiment umfasst Strauch-, Eier-, Cocktail-, Cherry-, Dattel- und die exotischen Ochsenherztomaten, die nur in zwei Betrieben in Bayern angepflanzt werden, einer davon sind die Höfler´s.

„Wir produzieren Tomaten mit Geschmack“, sagt Peter Höfler stolz, der auch Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands Nürnberg-Stadt ist, über seine Produkte, die neben Karotten, Sellerie, Lauch auch Wurzelpetersilie, Pastinaken und Radieschen umfassen.

Individuelle Vermarktung

Das bei Höfler produzierte Gemüse wird auf dem Nürnberger Großmarkt selbst vermarktet, sowie auf dem der Münchner Großmarkt. Außerdem werden der Lebensmitteleinzelhandel und verschiedene Ladenketten, wie Edeka, Rewe, Lidl und Norma beliefert.

Professionelle Vermarktung

Die Vermarktungsgesellschaft Franken-Gemüse Knoblauchsland e.G. besteht aus über 100 Gemüsebaubetrieben mit über 140 Gärtnermeistern. Florian Wolz, seit 2004 Geschäftsführer der genossenschaftlichen Vermarktungseinrichtung, gab uns Einblicke in
deren Struktur:  Das gesamte Gebiet umfasst Teile von Mittel- Ober- und Unterfranken, der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern.

Die Kernkompetenz liegt neben der Vermarktung von Freiland-, Gewächshaus- und Bio-Gemüse in der Qualitätssicherung, Organisation und Preisfindung, der Kundenpflege und der Lösung von politischen Aufgaben.

Entwicklung eines Markenkonzeptes

Die Eigenmarken von Franken Gemüse Knoblauchsland eG sind Franken Tomate, Franken Gurke und Franken Frucht. Der Handel verwendet diese Markennamen jedoch nicht, da sie eigene Handelsmarken für ihren jeweiligen Regionalmarkt etabliert haben.

Die Vermarktungsgesellschaft hat deshalb ein Markenkonzept zur „Positionierung einer überregionalen Gemüse-Marke“ entwickelt. Grundlage ist eine Studie über Verbrauchertrends. Nach einer SWOT-Analyse ergaben sich folgende erzielten Stärken: Top-Qualität, nachhaltige Anbaumethoden, hohe Energie-Effizienz, kurze Transportwege, sozialer Umgang mit Mitarbeitern, Familienbetriebe, Quantitative Verfügbarkeit durch Verbund... Man hat erkannt: Diese Story muss zum Verbraucher!

Marketing mit neuen Zielgruppen

Neben der Vermarktung an die bekannten Zielgruppen, die über die Supermärkte, bei den Discountern, im regionalen Lebensmittelhandel oder über den Webshop erreicht wird, versucht die Vermarktungsgesellschaft auch neue Wege zu gehen, z.B. über die Gastronomie, Events, eigene Stores, Retail-Center, Sensorik-Seminare oder über Kooperationen mit Köchen und Foodbloggern.

Premium-Artikel und neue Sorten können ein Weg sein, ebenso  Produktveredelungen, wie Aufstriche und Tapas (hier schon die entwickelte Eigenmarke „frapas“) Produkt-Zusammensetzungen (z.B. Vital-Pakete) oder produktspezifisches Marketing (Sweet Palermo).

„Wir müssen eine Marke entwickeln, die der Kunde kennt und begehrt. Unsere Markenpositionierung liegt auf den Eigenschaften wie frischer, schmackhafter, gesünder und nachhaltiger... Unser Knoblauchsland ist das innovativste Anbaugebiet Deutschlands“, so Florian Wolz und Marketing Berater Udo Scheindel über die neue Ausrichtung.

Vitales Catering im „Gwächshaus“

Ein gelungener Abschluss wurde uns dann im „Gwächshaus“ geboten, einer außergewöhnlichen Location mitten im Knoblauchsland. Mit einem Buffet von vegetarischen Köstlichkeiten versprach das Catering einen gesunden und vitalen Abend mit viel guter Laune und angeregten Gesprächen.

Das von Irene Jäger betriebene „Gwächshaus“ eignet sich mit seiner individuellen Atmosphäre für Events, Tagungen, Seminare, Meetings, sowie Hochzeiten und Feierlichkeiten jeglicher Art. Mit Liebe zum Detail, Perfektion und Leidenschaft werden die Gäste verwöhnt und jede Veranstaltung bleibt hier unvergesslich.

Zu guter Letzt verkündete noch Rainer Berger das MCN-Programm für das 2. Halbjahr 2018 mit vielen Höhenpunkten. Unter Vollmond auf der grünen Wiese mitten im Knoblauchsland war diese Veranstaltung für unsere Mitglieder ein stimmungsvoller Sommerabschluss.