06.02.2019

"Stay hungry" – Warum der Alltag die Neugier killt!

Margit Hertlein – Trainerin

"Stay hungry" - unter diesem Motto fand die Auftaktveranstaltung des MCN am 04.02.2019 im Marmorsaal mit 140 Mitgliedern und Gästen statt. Zum zweiten Mal schon in Kooperation mit der GSA, der German Speakers Association aus Nürnberg. 

Zur Einführung gab es einen Videospot der das Leben eines Speakers amüsant darstellt. Sehen Sie selbst: www.youtube.com/watch

Margit Hertlein, Trainerin/Coach und Keynote-Speaker, stellte am Anfang ihres Vortrages „Neugier“, die ja an sich negativ konnotiert ist, als die positive Grundlage aller Kreativität und Fortschritts dar. Sie schlug den Bogen vom Anfang des Lebens, über die Entwicklung eines Kindes, bis hin zum älteren Menschen, der nur durch Neugier „jung“ bleibt. Sie ging darauf ein, wie Alltagsroutinen und immer gleiche Abläufe im Job oder zuhause „Neugier-Killer“ sind.

Warum ist Neugier so wichtig? Nur derjenige, der sich im Berufsalltag innovativen Ideen und anderen Wegen durch Neugier nicht verschließt, wird letztendlich Erfolg im Job haben. Gerade in einer Wirtschaft, die weltweit durch disruptive Ideen immer schneller verändert wird, ist es wichtig, „open-minded“ zu sein. 

"Das Ende der Neugier ist der Anfang der Tretmühle“ oder: „Neugier ist der Beginn von allem“ so Hertlein. Mit zahlreichen lebendigen Beispielen aus ihrer Erfahrung als Trainerin und Speakerin gelang es ihr, diese Thesen zu untermauern.

So gab es im Auditorium große Zustimmung, als sie auf die immer gleich aussehenden langweiligen Meetingräume in der Mehrzahl der Firmen hinwies. Wie sollen in so einem Umfeld kreative Ideen für Wissenschaftler, Ingenieure aber auch für Marketeers sprießen? Als pragmatische schnelle Lösung schlug sie vor, beispielsweise grafische Musterunterbrecher im Büro oder in den Besprechungszimmern aufzuhängen, um das Umfeld  inspirierender zu gestalten.

Mit dem festen Vorsatz, öfter einmal querzudenken und dadurch neugierig zu bleiben, wurde die Veranstaltung abschließend zu einem lebendigen Get-together hin verlagert.

Wenn danach das eine oder andere Mitglied einen ganz anderen Weg als normal nach Hause genommen hat - und sich bereits dadurch neuen Gedanken und Abläufen öffnete - würde es uns nicht überraschen: es wäre das Ergebnis des Abends und ein kleiner Erfolg - ein guter Akt, neugierig zu bleiben.