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26.04.2021

ZEISS

Die Krise bremst den Fortschritt nicht

April 2021. Dr. Matthias Metz, Vorstandsmitglied der ZEISS Gruppe, sprach beim Kamingespräch des Marketing Clubs Ostwürttemberg über die Vorteile einer starken Marke und klarer Werte, gerade in Pandemiezeiten. 

 

Die Flammen züngelten, die Gesprächsatmosphäre war einladend, die Teilnehmer hatten es sich an ihren Rechnern zu Hause oder im Büro gemütlich gemacht – allein das Knistern und der Duft des Feuers fehlten: Der Marketing Club Ostwürttemberg hatte am 26. April zum Jahresauftakt virtuell nach Oberkochen zu ZEISS geladen. Gastredner Dr. Matthias Metz und Moderator Dr. Hendrik Rupp saßen sich Corona-konform mit Abstand gegenüber und diskutierten – nach der Begrüßung der Gäste durch Oliver Röthel, Präsident des Marketing Clubs – die bisherigen Erfahrungen für ZEISS in der Pandemie sowie die weitere Ausrichtung des Unternehmens und der Marke ZEISS.

 

Für Dr. Matthias Metz steht fest: Unsicherheiten sind kein explizites Phänomen der Corona-Pandemie. Seit jeher gelte es für Verantwortliche, Expertisen einzuholen und unter Unsicherheit die möglichst richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Pandemie-Rahmenbedingungen, unter denen sich die Akteure bewegten, wären jedoch für alle neu gewesen. Dass ZEISS trotz leichter Umsatzeinbußen gut durch die Krise gekommen sei, sei vier Maßnahmen zu verdanken, die das Unternehmen konsequent geplant, frühzeitig und diszipliniert umgesetzt habe. Allen voran zähle Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter, so der Vorstand und Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg. ZEISS nehme seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern weltweit sehr ernst. So gebe es ein Test-Angebot für alle Mitarbeiter, auch eigene Impfstraßen seien in Vorbereitung, klare Regeln definiert. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist uns enorm wichtig“, so Dr. Metz, „Zudem wird so alles getan zu vermeiden, dass Produktionsstätten wegen Corona-Ausbrüchen schließen müssen und damit die Lieferfähigkeit für unsere Kunden gefährden.“

 

Kontinuität spiele ebenfalls eine große Rolle. Darunter versteht Metz auch die Fortführung der Geschäftstätigkeit auf eine Art, die den Kunden die erfolgreiche Weiterarbeit ermöglicht. „Die Lieferfähigkeit für unsere Kunden zu erhalten war und ist weiterhin eines unserer großen Ziele“, so der Manager. Lieferfähigkeit und die Aufrechterhaltung größtmöglicher Kundenkontakte – vor allem virtuell – sorgen für Stabilität im Alltagsgeschäft. Neben der ohnehin schon hohen Investitionssumme bei ZEISS – 13 % des Umsatzes lässt das Unternehmen in die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen fließen – wurden in der Corona-Krise digitale Chancen genutzt und neue Geschäftsmöglichkeiten auf globalen Märkten oder im Hinblick auf die demografische Entwicklung in Angriff genommen. Bestimmte Innovationen sind bei Kunden jetzt besonders willkommen „Wir bieten jetzt zum Beispiel auch Brillengläser mit einer Antivirus-Beschichtung an“ so Dr. Metz.

 

Auch die hohe Glaubwürdigkeit der Marke und die weltweite Bekanntheit haben dem Unternehmen durch die Krise geholfen. „Uns ist es wichtig, Begeisterung für unsere Angebote zu erzeugen“, erläuterte Metz. „Der Kern unserer Marke liegt darin, dass wir unseren Kunden bestmöglich und vorausschauend beim Erreichen ihrer anspruchsvollen Ziele unterstützen wollen.“ Aber auch klare Richtlinien und Vorschriften sowie weltweite Konsistenz bei der Umsetzung bildeten einen wichtigen Baustein für den Erfolg der „Marke ZEISS“. Sie ist neben den unsere Kultur bestimmenden Werten und der Strategie eines von drei Elementen der ZEISS Identität.

 

Ob denn die starke Marke auch bei der Mitarbeitergewinnung helfe, zumal die Region Ostwürttemberg ja gegenüber großen Metropolregionen im Wettbewerb stehe, wollte Moderator Rupp wissen. Es sei die Summe von mehreren Aspekten. In Oberkochen seien immerhin rund 600 Stellen offen. Metz lobte die Vorteile der Region und betonte, dass diese in vielerlei Hinsicht sehr attraktiv sei, auch durch die Stärke der ostwürttembergischen Wirtschaft insgesamt. In Verbindung mit dem großen Thema Nachhaltigkeit, das ZEISS umtreibt, der internationalen Ausrichtung und der attraktiven Eigentümerstruktur des Unternehmens durch die Carl-Zeiss-Stiftung erziele das Gesamtpaket „Arbeiten bei ZEISS in Oberkochen“ viele Pluspunkte bei Mitarbeitern.

 

Das Fazit des ZEISS-Vorstands nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie: „Wir sind bisher gut durch die Pandemie gekommen, verzeichnen wieder gutes Wachstum und haben auch in Sachen Digitalisierung als Beitrag zum Erfolg unserer Kunden noch viel vor!“